Was bedeutet Alkoholfrei?

Definition und Bestimmungen

Enthalten alkoholfreie Getränke wirklich keinen Alkohol? Wie wird alkoholfreier Sekt hergestellt, und wieso können auch andere Getränke und Speisen Spuren von Alkohol enthalten? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

 

Die Herstellung alkoholfreier Weinerzeugnisse

Das Traditionsunternehmen Rotkäppchen-Mumm nutzt bei der Herstellung seiner alkoholfreien Spezialitäten ein hochmodernes Herstellungsverfahren, das in der deutschen Sektbranche einzigartig ist und hohe Standards setzt. Doch egal, welche Technologie bei der Sektherstellung zum Einsatz kommt: Im fertigen Erzeugnis verbleibt immer eine gewisse Menge Restalkohol.

 

Der Unterschied zwischen alkoholfrei und ohne Alkohol

Die Bezeichnung ohne Alkohol darf ein Lebensmittel nach deutschem Recht nur tragen, wenn es wirklich keinerlei Alkohol enthält, der Alkoholgehalt also bei 0,0 % liegt. Da dies bei Weinerzeugnissen technologisch bisher nur bedingt möglich ist, ohne den Geschmack komplett zu verfälschen, greift hier die Bezeichnung alkoholfrei: Nach deutschem Lebensmittelrecht dürfen Getränke als alkoholfrei bezeichnet werden, die maximal 0,5 % Alkohol enthalten. Ein Glas alkoholfreier Sekt (100ml) enthält somit höchstens einen halben Milliliter Alkohol (0,5 ml). Zum Vergleich: eine normale Flasche Bier (500 ml) enthält etwa die fünfzigfache Menge an Alkohol (25 ml).

 

Klare Regeln zur Kennzeichnung alkoholfreier Getränke

Nicht nur der Alkoholgehalt der Getränke ist gesetzlich geregelt, sondern auch ihre Bezeichnung. Hiernach darf ein Produkt erst als Sekt bezeichnet werden, wenn eine zweite alkoholische Gärung stattgefunden hat. Da dies bei der alkoholfreien Version nicht der Fall ist, steht stattdessen „Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein“ auf den Flaschen. Grundlage dafür ist §47 der Weinverordnung.

 

Auch Lebensmittel können Alkohol enthalten

Im Lebensmittelbereich hat sich Alkohol schon lange als Konservierungsmittel bewährt, und als Zutat oder Lösungsmittel verleiht er vielen Speisen erst ihren speziellen Geschmack. In diesen Fällen spricht man von Lebensmitteln mit verstecktem Alkoholgehalt. Es gibt aber auch Lebensmittel mit natürlichem Alkoholgehalt: In Früchten, Fruchtsäften und Brot entsteht Alkohol durch den natürlichen Gärungsprozess. Da er sich „von Natur aus“ im Lebensmittel befindet, muss er beim Verkauf nicht deklariert werden.

Wer alkoholhaltige Lebensmittel komplett meiden will, muss also stets einen Blick auf die Zutatenlisten haben und im Handel und in der Gastronomie gezielt nachfragen, ob die Speisen mit Alkohol zubereitet wurden. Ansonsten genügt es zu wissen, dass beispielsweise Traubensaft oder reife Bananen mitunter einen höheren Alkoholgehalt haben können als ein Glas alkoholfreier Sekt, alkoholfreier Wein oder alkoholfreies Bier.

 

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