Wie wird alkoholfreier Sekt hergestellt?
Die Herstellung von alkoholfreiem Sekt ist eine wahre Kunst – denn das Ziel ist es, den vollen Geschmack und die feinen Aromen zu bewahren, während der Alkohol entfernt wird. Dafür gibt es zwei bewährte Methoden:
Vakuumdestillation: Hier wird dem Sekt – genauer gesagt dem Wein – unter Vakuum und bei niedrigen Temperaturen unter 30 Grad Celsius der Alkohol entzogen. Durch das Vakuum verdampft der Alkohol bereits bei deutlich geringeren Temperaturen, sodass die feinen Fruchtaromen weitgehend erhalten bleiben.
Umkehrosmose: Bei diesem Verfahren wird der Wein durch spezielle Membranen gepresst, die den Alkohol herausfiltern, während die geschmacksprägenden Komponenten bewahrt bleiben.
Da durch die Entalkoholisierung und das Fehlen einer zweiten Gärung keine natürliche Kohlensäure mehr im Sekt enthalten ist, wird die prickelnde Perlage nachträglich durch die Zugabe von Kohlensäure erzeugt. Das Ergebnis: Ein alkoholfreier Sekt, der mit seiner spritzigen Frische und eleganten Aromen begeistert – ganz ohne Promille.
Welche Grundweine werden für alkoholfreien Sekt genutzt?
Guter alkoholfreier Sekt beginnt mit hochwertigen Grundweinen – schließlich soll der Geschmack auch ohne Alkohol überzeugen. Daher kommen vor allem klassische Schaumwein-Rebsorten zum Einsatz, die bereits in ihrer alkoholhaltigen Variante für spritzigen Genuss sorgen.
Weißwein-Rebsorten für alkoholfreien Sekt
Chardonnay – Diese elegante Rebsorte verleiht alkoholfreiem Sekt eine ausgewogene Frische mit Aromen von grünem Apfel, Zitrusfrüchten und einem Hauch von Pfirsich. Die cremige Textur sorgt für ein rundes Mundgefühl und macht ihn zu einer stilvollen Wahl.
Riesling – Perfekt für Liebhaber fruchtiger und spritziger Noten. Die lebendige Säure und Aromen von Pfirsich, Apfel und Zitrone verleihen alkoholfreiem Sekt eine erfrischende Leichtigkeit und sorgen für ein harmonisches Geschmackserlebnis.
Weißburgunder (Pinot Blanc) – Diese Rebsorte bringt eine dezente Säure und feine Aromen von Birne, Aprikose und Mandel ins Spiel. Alkoholfreier Sekt auf Weißburgunder-Basis ist besonders weich und geschmeidig – ideal für festliche Anlässe.
Rote Rebsorten für alkoholfreien Rosé-Sekt
Pinot Noir (Spätburgunder) – Dieser Klassiker unter den Rotweinen sorgt für eine elegante Struktur und fruchtige Aromen, die an Erdbeeren und Himbeeren erinnern. Auch in der alkoholfreien Variante bleibt sein Charakter erhalten und bringt eine feine Tiefe ins Glas.
Merlot – Merlot bringt eine sanfte Fruchtigkeit mit und entfaltet in alkoholfreien Rosé-Sekten Noten von dunklen Beeren und Pflaumen. Er sorgt für eine vollmundige Textur und eine besonders harmonische Geschmacksfülle.
Ganz gleich, ob weiß oder rosé – durch die Wahl der richtigen Rebsorten bleibt alkoholfreier Sekt ein stilvoller und prickelnder Genuss, der geschmacklich überzeugt.
Ist alkoholfreier Sekt wirklich zu 100 % alkoholfrei?
Der Begriff „alkoholfrei“ lässt vermuten, dass kein einziger Tropfen Alkohol enthalten ist – doch ganz so strikt ist die Definition nicht. In Deutschland dürfen Getränke als alkoholfrei bezeichnet werden, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent liegt. Diese Menge ist so gering, dass sie im Alltag kaum ins Gewicht fällt. Zum Vergleich: Auch Traubensaft oder Kefir enthalten durch natürliche Gärprozesse minimale Alkoholspuren.
Aber warum bleibt nach der Entalkoholisierung überhaupt noch ein Restalkohol im Sekt? Die schonenden Verfahren zur Alkoholentfernung – wie Vakuumdestillation oder Umkehrosmose – arbeiten mit niedrigen Temperaturen, um die feinen Aromen bestmöglich zu erhalten. Dabei lässt sich der Alkohol nicht zu 100 % extrahieren, ohne die Qualität des Sekts zu beeinträchtigen.
Die gute Nachricht: Die verbleibenden Spuren sind so gering, dass sie keinerlei berauschende Wirkung haben. Alkoholfreier Sekt ist daher eine sichere Wahl – ob für eine bewusste, alkoholfreie Lebensweise oder wenn Sie nach dem Anstoßen noch Auto fahren möchten.
Gibt es Geschmacksunterschiede zwischen alkoholfreiem und klassischem Sekt?
Ja, es gibt Unterschiede – aber die sind nicht zwingend ein Nachteil. Klassischer Sekt entwickelt durch die natürliche Gärung und Flaschenreifung oft komplexe Aromen. Noten von Hefe, Brioche oder Nüssen sind hier keine Seltenheit, da der Alkohol als Aromaträger fungiert und dem Sekt eine gewisse Fülle verleiht.
Alkoholfreier Sekt hingegen setzt stärker auf Frische und Frucht. Durch die Entalkoholisierung kann er etwas leichter wirken, überzeugt aber mit lebendigen Aromen von Zitrusfrüchten, grünem Apfel oder Beeren. Die feine Perlage sorgt weiterhin für das prickelnde Mundgefühl, das man von Sekt erwartet.
Auch wenn alkoholfreier Sekt nicht die Tiefe und Komplexität einer traditionellen Flaschengärung erreicht, punktet er mit einer angenehmen Leichtigkeit – perfekt für warme Tage oder einen unbeschwerten Genuss. Selbst für eingefleischte Sektliebhaber kann er daher eine spannende Alternative sein.
Zu welchen Anlässen wird alkoholfreier Sekt getrunken?
Alkoholfreier Sekt ist die perfekte Wahl für zahlreiche Gelegenheiten – überall dort, wo das Prickeln nicht fehlen darf, aber auf Alkohol verzichtet werden soll. Hier einige Ideen:
Feiern und Festlichkeiten: Ob Hochzeit, Geburtstag oder Babyshower – mit alkoholfreiem Sekt kann jeder stilvoll anstoßen, ohne sich Gedanken über den Alkoholgehalt machen zu müssen.
Silvester und Neujahr: Auch ohne Promille lässt sich das neue Jahr mit einem prickelnden Glas gebührend einläuten – und das ganz ohne Neujahrskater.
Arbeitsfeiern und Firmenevents: Bei Teammeetings, Jubiläen oder Weihnachtsfeiern bietet alkoholfreier Sekt eine elegante Lösung, damit alle Kolleginnen und Kollegen gemeinsam anstoßen können.
Dinner mit Freunden: Wenn die Gastgeberin oder der Gastgeber alkoholfrei bleibt oder Gäste keinen Alkohol trinken möchten, ist alkoholfreier Sekt die stilvolle Alternative zu klassischen Getränken.
Ob festlich oder gemütlich – alkoholfreier Sekt sorgt für prickelnden Genuss in jeder Situation.
*** Bei den dargestellten Produkten handelt es sich um schäumende Getränke aus entalkoholisiertem Wein oder Traubensäfte mit zugesetzter Kohlensäure.